In einem Vorgespräch zum Buchstabenfest habt Ihr mir erzählt, Ihr wollt mit Eurer künstlerischen Intervention im Zollamt keine symbolische Aufhebung von Grenzen betreiben. Das Bewusstsein der eignen Grenzen sei für Euch eine Bedingung, die Begegnungen mit Anderen erst möglich mache.
Ich stimme völlig zu, möchte aber halt irgendwie auch sagen: „Ja aber…“ :

Weil da Fallen,
Mir natürlich gleich,
Die fließenden Übergänge,
Der permanente State of Becoming,
Das unmerkliche Entstehen und Vergehen,
Auf,
Angesichts derer,
Wir mit Sprache,
So tun,
Als wäre sie die Welt,
Und nicht nur,
Ein grobes Werkzeug,
Das unsere Lochgeschichten,
Zu versiegelten Böden macht.

Randnotiz: Aufpassen, weil Du willst doch nicht zum Tool deiner eigenen Sprache werden ;-)

LG,
Angela

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     Zollamt Bad Radkersburg